In drei Jahren 10% mehr Holz

Im Auftrag des Bundesamts für Umwelt BAFU (Aktionsplan Holz) wertet die Berner Fachhochschule BFH den Holzendverbrauch über mehrere Jahre aus. Dabei geht es um aktuelle Entwicklungen und den Einsatz von Holz im Bau, bei Möbeln, Verpackungen sowie Holzwaren. In der Studie zum Jahr 2012 und Ausblicken auf 2014 und 2015 sind die Zahlen eindrücklich.

 

Die stoffliche Nutzung von Holz stieg 2012 im Vergleich zu 2009 um rund 10% auf über 3 Mio. Kubikmeter. Von diesen entfiel der mit 47% grösste Anteil auf das Bauwesen. An zweiter Stelle stehen der Innenausbau und Möbel mit rund 30%. Verpackungen und Holzwaren erreichten zirka 20%.

 

Nur auf das Bauwesen bezogen, hat sich die Holzverwendung 2012 gegenüber 2009 um rund 15% erhöht. Die BFH führt dies vor allem auf die grosse Zunahme in der Konstruktion und Gebäudeausstattung von Mehrfamilienhäusern zurück. Eine weitere Ursache dürfte die starke Bautätigkeit und eine gute Konjunktur gewesen sein. Auch bei Fenstern machte sich ein ähnlicher Trend bemerkbar: Hier wuchs der Holzeinsatz um 12%.

 

Bei ihrem Ausblick auf 2014 verweisen die Fachleute darauf, dass die Anzahl Baubewilligungen seit 2009 erstmals wieder rückläufig gewesen ist. Für 2015 liege das Potenzial für den Holzbau bei rund 520 neuen Mehrfamilien- und 1700 Einfamilienhäusern. Die neuen Bewilligungen aus dem ersten Semester dieses Jahres legten für Mehrfamilienhäuser über alle Materialien und auch für die Holzbauweise wieder zu.

 

 

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