Aussen Fichte längs, innen Buche quer: Feuchteveränderungen verbiegen das Holz. 
Dank dem unten eingebauten «Motor» aus Holz folgt das Solarmodul der Sonne. 

Mehr Strom dank schlauem Holz

Das Prinzip ist denkbar einfach: Zwei Holzstreifen werden so miteinander verleimt, dass die Holzfasern des ersten quer zu jenen des zweiten verlaufen. Nimmt das Holz dann Feuchtigkeit aus der Luft auf, verformen sich die zwei Schichten in unterschiedliche Richtungen. Weil sie aber fest verleimt sind, biegt sich das Ganze.

 

Markus Rüggeberg von der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt EMPA hat nach diesem Prinzip einen «Motor» gebaut, der Solarpanels zur Sonne hin ausrichtet. In unzähligen Experimenten hat er die passenden Holzarten, nämlich Buche und Fichte, sowie die richtige Form der Holzstreifen bestimmt.

 

Je nach Wetter und Tageszeit herrscht eine unterschiedliche Luftfeuchtigkeit: Wenn die Sonne aufgeht, trocknet sie die nächtliche Feuchtigkeit. Daher verbiegt sich das Holz, das mit der Photovoltaikanlage verbunden ist, und richtet sie zur Sonne aus. In der Nacht wird die Luft dann wieder feuchter und das Ganze bewegt sich in die Ausgangsposition zurück.

 

Diese autonome Nachführung funktioniert gemäss Markus Rüggeberg bereits sehr gut. Seine autonomen Panels bieten den Vorteil, dass sie viel weniger wartungsintensiv sind als elektronische Varianten. Und sie brauchen keinen Strom. Darum möchte der Forscher die Holzbewegungen noch weiter präzisieren, damit sie künftig noch mehr Sonnenenergie einfangen können.

 

 

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