Vakuumglas als Lösung?

Im Fensterbau werden die Glaselemente immer schwerer. Dies wegen dem Architekturtrend hin zu noch grossflächigeren Scheiben. Aber auch die hohen energetischen Anforderungen sind praktisch nur noch mit Drei- oder sogar mit Vierfach-Verglasungen zu erfüllen. Leidtragende dieser Entwicklung sind die Monteure, welche enorme Gewichte schleppen müssen. Zudem werden die Beschläge oft überstrapaziert.

 

Eine gute Möglichkeit, mit weniger Glasgewicht eine ausreichende Wärmedämmung zu erreichen, sind Vakuumverglasungen. Sie bestehen aus zwei Scheiben, aus deren Zwischenraum die Luft weitgehend entfernt ist. Durch solche Konstruktionen dringt sogar weniger Wärme als durch drei Scheiben mit Krypton dazwischen. Doch warum findet Vakuumglas in Mitteleuropa kaum Verwendung?

 

Produziert wird Vakuumglas in China, Japan und neuerdings in Russland. Lange zweifelten europäische Fachleute die Qualität der Importware an, speziell die Dichtigkeit des Vakuums. Mittlerweise bestätigen aber Messungen des ift Rosenheim auch nach einer gewissen Alterung Uw-Werte von 0,4 oder 0,5 W/m²K. Das Problem liegt also nicht am Langzeitverhalten sondern an der Produktionsweise der Scheiben.

 

Das Vakuumglas wird aktuell in Fertigmassen nach Europa verschickt. Anders als in China geht es bei uns aber meist nicht um massenhaften Neubau mit wenigen Einheitsformaten. Eine Ausnahme sind Dachfenster, wo Velux bereits seit einigen Jahren Vakuumglas einsetzt.

 

Die asiatischen Hersteller müssten also individuell und auf Mass produzieren. Und selbst dann wären die Lieferfristen wegen der langen Transportwege wohl kritisch. Vakuumglas wird bei den Fensterbauern Mitteleuropas wohl erst dann richtig Fuss fassen, wenn es hier ein schlagkräftiges und zuverlässig lieferndes Werk gibt.

 

 

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