Baumhaus beim Bauhaus
Mehrere Klappen vergrössern die Ablage- und Arbeitsflächen.





Das Architekturbüro Opposite Office hat auf dem historischen Campus der Bauhaus-Universität Weimar (D) einen neuen Arbeitsplatz an einem Baum eröffnet. Das «Baumhaus Office» komprimiert die Grundfunktionen eines Architekturbüros auf einer Fläche von rund einem Quadratmeter. Im Inneren ist das Oberlicht nicht etwa in den Himmel gerichtet, sondern direkt ins Astwerk. So wird der Baum zum Bestandteil des Arbeitsbereichs.
Platz für zwei bis drei Personen?
Zwei bis drei Personen sollen gleichzeitig im Baumhaus arbeiten können. Alle notwendige Infrastruktur, Schreibtisch, Arbeitsplätze und sogar ein Modellbaubereich sind auf engstem Raum untergebracht. Die geringe Grösse des «Baumhaus Office» löste eine Grundsatzdiskussion aus, welche physische Infrastruktur in einem Büro zwingend zur Verfügung stehen muss.
Für dezentrales Arbeiten
Das Projekt entstand als Reaktion auf die hohen Büromieten und aufgrund der zunehmend internationalen Arbeitsweise des Büros. Opposite Office wurde 2017 in München gegründet, entwickelt Projekte an wechselnden Standorten und vertritt die Ansicht, dass ein international tätiges Architekturbüro nicht unbedingt einen grossen, festen Hauptsitz benötigt. Zum Bearbeiten von zwei lokalen Projekten stellte die Universität einen Baum für den temporären Standort zur Verfügung.
Die Wiege des Bauhauses
Die Bauhaus-Universität Weimar gilt als Geburtsort des Bauhauses. Walter Gropius gründete 1919 in Weimar das Staatliche Bauhaus. Damit ist die heutige Universität unmittelbar mit einer der einflussreichsten Kunst-, Design- und Architekturschulen des 20. Jahrhunderts verbunden.

