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Fach-Info

Ein XXXL-Handel

 

Ende Januar 2020 geht der Schweizer Möbelhändler Pfister in österreichische Hände über. Die XXXLutz-Gruppe übernimmt das traditionsreiche Unternehmen samt diverser Immobilien und den lokalen Anbietern. Für die Mitarbeitenden soll sich durch den Verkauf nichts ändern, es komme zu keinen Entlassungen, teilten die Unternehmen in einer Mitteilung mit. Angaben zum Verkaufspreis wurden keine gemacht.

 

Die XXXLutz-Gruppe will am Auftritt der zugekauften Marken vorerst nichts ändern. Möbel Pfister wie auch die weiteren zur F.G. Pfister Holding AG gehörenden Firmen, Pfister Professional AG, Pfister Vorhang Service AG und die Arco Regio AG mit ihren Einrichtungshäusern Hubacher, Egger und Svoboda werden weiterhin mit eigenem Marktauftritt und unter dem bisherigen Namen auftreten.

 

Laut eigenen Angaben ist XXXLutz mit 297 Einrichtungshäusern in zwölf europäischen Ländern der zweitgrösste Möbelhändler weltweit, nur Ikea ist grösser. Der jährliche Umsatz liegt bei 4,4 Milliarden Euro. XXXLutz war erst im September 2018 mit einem eigenen Möbelhaus in den Schweizer Markt eingetreten. Der erste Standort ist im ehemaligen Stilhaus direkt an der A1 im aargauischen Rothrist.

 

Die Übernahme von Pfister wird nicht nur den Schweizer Möbelhandel nachhaltig beeinflussen. Insbesondere für die einheimischen Möbelproduzenten werden die Karten neu gemischt, ist doch Pfister bis heute ein wichtiger Abnehmer ihrer Produkte.

 

Mindestens kurzfristig hat der Verkauf für die Angestellten von Pfister etwas Positives: Wie das Möbelhaus verlauten liess, «werden alle Mitarbeitenden am Verkaufserlös beteiligt und erhalten pro Dienstjahr 1000 Franken».