FachInfo

Erfolgreich ohne Glanz

Das Reinigen von matten Kochfeldern ist einfacher, Wischstreifen kaum zu erkennen. (Bild: Electrolux) 
Auch Geräte mit Kochfeldabzugsystem sind mit matten Oberflächen erhältlich. (Bild: Berbel) 
Eine spezielle Beschichtung schützt glänzende Kochfelder vor Kratzern. (Bild: Miele) 

Der Trend zu matten Oberflächen, der Küchenfronten, Armaturen und Arbeitsplatten prägt, hat inzwischen auch die Glaskeramik erreicht. Kochfelder sind heute oft mehr als nur ein technisches Gerät. Sie sollen auch Teil eines möglichst ruhigen, einheitlichen Material- und Farbkonzepts sein. Da hilft eine mattschwarze Oberfläche, die Licht absorbiert, statt es zu reflektieren. Zudem fühlt sich die Oberfläche angenehm an – glatt, aber nicht rutschig.

 

 

Inzwischen führen fast alle wichtigen Geräteanbieter Kochfelder mit matten Oberflächen. Nicht zuletzt, weil sie auch praktische Vorteile bringen. Fingerabdrücke und Wischstreifen, die auf glänzenden Flächen sofort auffallen, treten bei der matten Struktur kaum sichtbar hervor. Und das Reinigen ist einfacher, weil Schmutz und eingebrannte Speisereste auf der mikrostrukturierten Oberfläche weniger stark haften.

Weniger sichtbare Fingerabdrücke

Eines der Hauptargumente für matte Glaskeramik ist, dass sie Gebrauchsspuren besser kaschiert. Ihre Oberfläche bleibt jedoch nicht etwa frei von Kratzern, sie kommen hier aber langsamer und schwächer zur Geltung als auf glänzenden Kochfeldern. Der dominierende Hersteller Schott nennt eine bis zu fünfmal geringere Kratzersichtbarkeit im Vergleich mit herkömmlicher Glaskeramik.

Kratzresistent statt Kratzer kaschieren

Allerdings gibt es auch glänzende Kochfelder, die nicht durch Kratzer optisch beeinträchtigt werden. Eine spezielle Beschichtung erreicht mit rund 10 GPa Universalhärte annähernd Diamantniveau. Gemäss Herstellerangaben zeigen sich bis zu 95% weniger Kratzer durch Sandkörner und 70% weniger durch Scheuerschwämme. Miele setzt unter dem Namen «DiamondFinish» auf diese Technologie, während sie bei Bosch «GlassProtect» heisst.