FachInfo

Es soll weitergehen

 

Am 22. Juli 2026 zerstörte eine Feuersbrunst die Schreinerei der J. Gisler Söhne AG in Spiringen UR. Der Grossbrand gab weitherum zu reden, auch weil dadurch die Strasse über den Klausenpass längere Zeit gesperrt war. Neben dem Produktionsgebäude waren auch das verbundene Wohnhaus sowie ein Unterstand und mehrere Geschäftsfahrzeuge vom Feuer betroffen.

 

Die J. Gisler Söhne AG beschäftigt zehn Personen. Inhaber Ueli Gisler ist stark gefordert, den Betrieb irgendwie weiterzuführen. Trotz der Solidarität umliegender Schreinereien und grossem Verständnis der Kundschaft muss er für jeden vorhandenen Auftrag eine Lösung finden. Und er will am Ort bleiben. «Wir gehören nach Spiringen. Das Ziel ist definitiv, dass wir hier wieder eine Werkhalle aufbauen können», sagte er der Urner Zeitung.

 

Ein Umweg ist aber unumgänglich. Ab dem kommenden Monat wird Ueli Gisler mit seinen Mitarbeitern unten im Tal, im 8 km entfernten Attinghausen UR die Produktionshalle der Markus Püntener AG nutzen. Diese stellt Ende 2026 ihre Geschäftstätigkeit ein und nimmt ab 1. September keine neuen Aufträge mehr an. Der inzwischen 76jährige Firmengründer Markus Püntener fand trotz intensiver Suche keine Nachfolgelösung für sein Unternehmen.

 

Bereits im Sommer 2024 hatte die Schreinerei und Küchenbaufirma ihre eigene Produktion aufgegeben und einen grossen Teil der Belegschaft abgebaut. Seither sollte der Betrieb mit einem kleinen Team schrittweise zurückgefahren werden. Diese Phase hat sich nun beschleunigt, weil Markus Püntener aus gesundheitlichen Gründen ausfiel. Aufgrund dieser Umstände kann nun die brandgeschädigte J. Gisler Söhne AG die Halle nutzen.