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Hingucker

Gratleisten-Trick

 

Um das Schüsseln von Massivholzflächen zu vermeiden, sind Gratleisten nach wie vor eine gute Lösung. Aber leider aufwendig und schwierig umzusetzen. Ausser man verwendet statt der traditionellen, leicht konischen Leiste zum Einschieben eine dreiteilige Konstruktion. Die ist nicht nur deutlich einfacher herzustellen, sie zieht auch immer auf ihrer ganzen Länge, wie das Kurzvideo zeigt.

 

 

Bei klassischen Gratverbindungen werden sowohl die Schwalbenschwanznut als auch die Gratleiste selbst leicht konisch ausgeführt. Letztere soll sich zu zwei Dritteln ihrer Länge von Hand seitlich einschieben lassen, der Rest wird mit dem Hammer eingeschlagen. Ohne CNC-Unterstützung ist dies fast nur durch Einpassen von Hand oder mit präzisen Lehren für die Oberfräse möglich. 

 

Mit der dreiteiligen Gratleiste kann man die ganze Konstruktion parallel und dadurch deutlich problemloser ausführen. Man hat auch die Sicherheit, dass die Leiste auf ihrer ganzen Länge gleichmässig gut festsitzt. Allerdings lässt sie sich nicht mehr zerstörungsfrei entfernen. Beim Einleimen des Mittelteils gilt es übrigens zu verhindern, dass die Leiste im Nutgrund verklebt wird.

 

Das vom MHM-Blog stammende Video zeigt eine weitere Variante, die nur mit dreiteiligen Gratleisten umsetzbar ist: Wenn die Schwalbenschwanznut auf keiner Seite bis an den Werkstückrand läuft, bleibt nur noch das Einsetzen von oben. Oder man verwendet ein Gratleistenmodell aus Metall(hw)