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Fach-Info

Grundriss in Lebensgrösse

Die Küchen werden mit Elementen in Standardgrössen nachgebaut und so erlebbar gemacht. 
Die Kunden werden durch die Projektion Teil des Plans. 
Sichtachsen, Platzverhältnisse und anderes lassen sich in echt besser beurteilen und korrigieren. 

Hinter der Technik stehen Lucas Nummer und Gissou Ataee, die Gründer von «Grundriss in Lebensgrösse» aus München. Sie inszenieren geplante Räume in deren Originalgrösse noch bevor sie gebaut sind.  

Egal ob Haus oder Küche

Mit acht Hochleistungs-Beamern werden die Pläne von Um- oder Neubauten auf einen Hallenboden projiziert. Die Wände werden mit verschiebbaren Elementen nachgebaut. Möbel und Küchenmodule in verschiedenen Standardgrössen machen den Raum komplett. Aus abstrakten Bauplänen werden so konkrete, erlebbare Räume. Eine gute Grundlage, um die Pläne auf ihre Praxistauglichkeit hin zu prüfen und Planungsfehler schon vor der Realisation zu korrigieren. 

 

 

Die Projektionsfläche ist 15 x 15 m gross. Bei einem Haus können so Stockwerk für Stockwerk durchgespielt werden. Für einzelne Räume, wie beispielsweise die Küche, bietet sich die kleine Version mit 6 x 6 m Projektionsfläche an. Zusammen mit den Kunden wird die Küche zuerst am interaktiven Planungstisch zusammengestellt und dann auf dem projizierten Grundriss in Lebensgrösse nachgebaut.  

Der Vorstellungskraft auf die Sprünge helfen

Entstanden ist das Angebot aus der Erfahrung, dass Kunden Pläne oftmals nicht lesen können. Und das trotz aufwändiger 3D-Visualisierungen und VR-Brillen (Virtual Reality). Wer aber sehen kann, was 40 Zentimeter hier, ein Fenster dort oder der Abstand zwischen zwei Küchenblöcken in echt bedeuten, tut sich leichter mit der Entscheidung. Je nach Projekt bewegt sich der Zeitaufwand zwischen zwei und drei Stunden. Eine Stunde kostet rund 500 Euro.

Analog statt virtuell

Der grosse Vorteil von «Grundriss in Lebensgrösse» sei das erlebbare Raumgefühl, was eine VR-Brille so nicht bieten kann. Einzig wenn es um Designfragen geht, beispielsweise bei Küchenfronten, Wandfarben etc. stösst das System an seine Grenzen. Da ist die VR-Brille klar im Vorteil. Eine Kombination der beiden Techniken sei aber nicht ausgeschlossen, erklärt Lucas Nummer.

Idee mit Potenzial  

«Grundriss in Lebensgrösse» gibt es ab ca. Februar 2022 auch in Zürich. Architekten, Schreiner, Küchenbauer, Bauträger etc. können dort mit ihren Kunden die Pläne im Massstab 1:1 in echt entstehen lassen. Wer seinen Kunden das erlebbare Raumgefühl direkt im eigenen Showroom ermöglichen will, kann das tun. Die kleine Version mit 6 x 6 m kann mit einer Mindestlaufzeit gemietet werden. (mw)