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Hingucker

Säge in alle Richtungen

 

Es gibt zahlreiche Künstler, die hervorragend mit Kettensägen umgehen können. Sie produzieren viel Abfallholz und stehen oft knietief in den Spänen, wenn sie ihre Skulpturen aus Stämmen herausarbeiten. Das will der Hocker «7Xstool» vermeiden. Hier geht es darum, mit einer ganz speziellen Schnitttechnik das vorhandene Rundholz möglichst ideal auszunutzen.  

 

 

Das verblüffende Resultat dieser Technik sind zwei dreibeinige Hocker sowie zwei weitere Teile, die man auch brauchen kann: Die Aussenhülle mit der Rinde etwa als kleines Tischchen oder als von innen beleuchtete Skulptur, den sechskantigen Kern zum Beispiel ebenfalls zum Sitzen. Wenn auch noch die anfallenden Sägespäne genutzt werden, kann man den Stamm praktisch zu 100% verwerten.

 

Umsetzen lässt sich die Idee sowohl von Hand als auch robotergesteuert. Die händische Variante ist nicht ganz ungefährlich, muss man doch bei sämtlichen Schnitten mit dem Kettensägeschwert ins Holz einstechen. Ausser viel Gefühl vom Bediener erfordert das auch ein besonders gut geschärftes Werkzeug. 

 

Um Ungenauigkeiten und die Unfallgefahr auszuschalten, haben die beiden Deutschen Tom Pawlofsky und Tibor Weissmahr die Kettensäge einem Industrieroboter in die Hand gegeben. Der arbeitet sehr präzis, allerdings nicht allzu schnell. Er benötigt für alle Schnitte etwas mehr als eine halbe Stunde. Der maximale Vorschub der Elektrokettensäge beschränkt die Gesamtleistung. (hw)