FachInfo

Stellenabbau

 

Die Balteschwiler AG in Laufenburg richtet sich neu aus und fokussiert künftig auf Abbund und Ingenieurholzbau. Gleichzeitig zieht sich das Holzindustrieunternehmen schrittweise aus den Bereichen Handel, Hobelwerk und Beschichtung zurück. Von der Neuausrichtung sind insgesamt 56 Mitarbeitende betroffen: 32 wechseln intern oder gehen in Pension, 24 Stellen werden abgebaut, entweder durch natürliche Fluktuation oder Kündigung bis Ende 2027.

Lange Vorlaufszeit

Man habe den Umbau frühzeitig vorbereitet, betont die Balteschwiler AG. «Die lange Vorlaufszeit verschafft vielen Mitarbeitenden genügend Zeit, um sich neu zu orientieren», schreibt das Unternehmen. CEO Markus Fuhrer lässt sich in der Mitteilung so zitieren: «Das grösste Anliegen des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung ist es, die Folgen der Neuausrichtung für unsere Mitarbeitenden bestmöglich zu mildern».

Unterstützung für die Betroffenen

Das beschlossene Unterstützungsprogramm liegt gemäss dem Unternehmen weit über dem gesetzlichen Minimum. So werden etwa die Kündigungsfristen verdoppelt. Weiter will die Balteschwiler AG Frühpensionierungen finanziell unterstützen, Coachings, Weiterbildungen und Outplacements finanzieren sowie Mitarbeitende aktiv an Partnerfirmen und andere Unternehmen vermitteln. Zudem soll die Personalabteilung Bewerbungsprozesse begleiten.

Schwierige Marktsituation und grosser Investitionsbedarf

Als Grund für die Neuausrichtung nennt die Balteschwiler AG die schwierige Marktsituation in den Bereichen Handel, Hobelwerk und Beschichtung. Sinkende Preise, tiefe Margen sowie ein Investitionsbedarf von über 20 Millionen Franken im Bereich Hobeln veranlasste das Unternehmen vor zwei Jahren, die bisherige Angebotspalette zu überprüfen. Nach verschiedenen Wirtschaftlichkeitsanalysen fiel der Entscheid, sich auf den Wachstumsmarkt Abbund und Ingenieurholzbau zu konzentrieren.