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Fach-Info

Verfahren wegen Falschdeklaration

 

Wer Möbel verkauft, muss deklarieren, aus welcher Holzart sie hergestellt sind und woher diese kommt. Genau so, wie dies Schreinereien für ihre Produkte tun müssen. Der Möbelriese Ikea scheint es jedoch mit der Deklaration nicht immer so genau zu nehmen. Denn der Bund hat gegen das Unternehmen ein Verfahren wegen falscher Holzdeklarationen eingeleitet. Es ist das erste Verfahren dieser Art.

 

Bei seinen Kontrollen stellt der Bund auch bei anderen Firmen unvollständige oder gar falsche Angaben. Doch beim schwedischen Möbelhaus scheinen die Verfehlungen schwerer zu sein. In zwei Fällen eröffnete das zuständige Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) ein Verwaltungsstrafverfahren, da ein Verdacht wegen wiederholter Falschdeklaration vorliegt.

 

Ikea weist die Vorwürfe zurück. Man verwende kein illegal geschlagenes Holz. Das Unternehmen wisse von jedem Lieferanten, mit welchem Holz er arbeite und woher es komme. Das werde seit Jahren auf der Website so ausgewiesen. Es gebe für Ikea keinen Grund, irgendetwas zu verheimlichen oder nicht aufzuzeigen.

 

Allerdings ist sich der Konzern gewisser Probleme in Osteuropa bewusst. Die Ukraine und Rumänien gelten intern als Risikoländer. Deshalb bezieht Ikea gemäss eigenen Angaben von dort nur FSC-zertifiziertes Holz, also solches, das aus nachhaltiger Waldwirtschaft stammt.

 

Das Verfahren ausgelöst hat der Bruno-Manser-Fonds, indem er Ikea Schweiz wegen Verstosses gegen die Deklarationspflicht anzeigte. (hw)