Akku-Schrauber neu gedacht
Das Besondere am «Flip Drill» von Skil ist sein drehbare Doppel-Bithalter. Damit kann man sehr schnell zwischen Bohr- und Schraubarbeiten wechseln. Einfach den Entriegelungsknopf an der Vorderseite des Motorgehäuses drücken und schon lässt sich der Bohrkopf drehen. Für leichte Montagearbeiten ist das Konzept deshalb ausgesprochen interessant.
Das Gerät ist weniger ein klassischer Bohrschrauber als ein ungewöhnlicher Spezialist für schnelles Bohren und Schrauben. Denn der «Flip Drill» verfügt über kein normales Bohrfutter, sondern zwei 1/4-Zoll-Sechskant-Spannzangen. Das bedeutet, dass man Bohrer mit Rundschaft nicht einspannen kann. Und wegen des begrenzten Platzes eignen sich auch nur Werkzeuge bis 76 mm Länge, sonst funktioniert der Drehmechanismus nicht mehr.
Anstelle eines manuellen Drehmomentrings setzt Skil auf ein digitales E-Torque-System, das über ein kleines Bedienfeld mit Tasten gesteuert wird. Es verfügt über neun Stufen und einen Bohrmodus. Wer eine andere Stufe wählt, erhöht nicht nur das Drehmoment, sondern auch die Drehzahl. Das ist ein Unterschied zu herkömmlichen Geräten, die unabhängig von der Kupplungseinstellung die gleiche Drehzahl beibehalten.
Dank der schlanken Bauweise erreicht man problemlos schwer zugängliche Stellen. Die Maschine ist zwar recht leicht. Weil ihr Motor aber ungewöhnlicherweise senkrecht vor dem Griff sitzt, neigt sie sich spürbar nach vorne.
Aktuell ist der «Flip Drill» nur in den USA erhältlich. Wenn sich das Gerät jedoch in Übersee bewährt, wird es nicht lange dauern, bis Skil es auch nach Europa liefert oder ein anderer Hersteller das Prinzip für seine Geräte einsetzt.

