FachInfo

Ein kompostierbares Haus

Kleine, dreifach verglaste Fenster im Norden halten möglichst viel Wärme im Raum. 
Die lehmverputzten Wände und der hohe Holzanteil sorgen für ein gutes Wohnklima. 
Zentraler Lebensmittelpunkt ist der 60 m2 grosse Raum im Obergeschoss. 
Die Küchenmöbel sind frei von Leim, Farbe und Chemikalien. 

«Wir wollten ein Haus aus Material, das wir vor der Haustüre finden, und das autonom von externer Energie- und Wasserversorgung ist», fasst Sibylle Kamber die Idee zusammen, die sie als Bauherrin zusammen mit ihrem Partner Cédric Berberat verfolgte. Nun haben die beiden in Villarepos im Kanton Freiburg ein Zuhause, das beinahe vollständig kompostierbar ist, wie es in einer Mitteilung heisst.

 

Im gesamten Haus wurde kein Beton verbaut, zum Einsatz kamen nur Holz, Stroh und Lehm. Kleinballen aus Bio-Weizenstroh sorgen für ausreichende Wärmedämmung zwischen Keller und Erdgeschoss. Auf die selbe Art sind auch alle Aussenwände aus Holz isoliert. Die Innenwände sind als Holzständerwände mit einer 16 cm dicken Hanf-Jute-Schicht, Schilfmatte und Lehmputz gefertigt.

 

Fenster mit Dreifachglas auf der Nordseite halten im Winter möglichst viel Wärme im Raum, auf der Südseite sorgen Zweifach-Isoliergläser in der kalten Jahreszeit für einen hohen Wärmeeintrag. Hölzerne Beschattungselemente verhindern im Sommer eine Überhitzung der Räume, lassen die tief stehende Wintersonne jedoch ins Haus.

 

Das Haus und seine Bewohner können sich selbst mit Energie versorgen. Auf dem Flachdach befindet sich eine thermische Solaranlage, deren Energie in einem Wasserschichtspeicher gespeichert wird. Für den Strom sorgt eine Photovoltaikanlage. Überschüssige Energie wird zur Aufheizung des Brauchwassers genutzt. Das zentrale Heizelement ist ein aus Lehm gestampfter Ofen, der mit Stückholz «gefüttert» wird.

 

Bildrechte ©Corinne Aeberhard 

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