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Fach-Info

Eine Frage der Zeit

(Bild: Festool) 

Im Corona-Jahr 2020 wurde in der Schweiz gegen 3811 Unternehmen – über alle Branchen gesehen – ein Insolvenzverfahren eröffnet. Dies sind 880 Fälle weniger als im Vorjahr, was einer Abnahme von 19% entspricht.

 

Die Holz- und Möbelindustrie scheint von diesem Rückgang nicht betroffen zu sein. Mit 93 Fällen im 2019 und 95 Konkursen im letzten Jahr, stellt man hier sogar eine - wenn auch geringe - Zunahme fest. Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich der Rückgang am stärksten bei den Handwerksbetrieben (-174 Fälle) und im Gastgewerbe (-124 Fälle).

 

Statistik_Untersterblichkeit_2020

«Zombie»-Unternehmen

Den Grund für die Abnahme an Insolvenzen sieht der Wirtschaftsinformationsdienst Bisnode D&B bei den staatlichen Unterstützungsleistungen zur Bewältigung der Corona-Krise. Gleichzeitig sei zu erwarten, dass damit viele «Zombie»-Unternehmen geschaffen wurden. Firmen, die im Normalfall eigentlich bereits in den Konkurs geschlittert wären und nun vorerst nur aufgrund der Finanzspritzen weiterleben. Es sei eine Frage der Zeit, bis die Liquidität der Unternehmen zu Ende geht und sich die Pleite nicht mehr abwenden lässt.

Neustarter

Die Zahl an Neugründungen nahm im Vergleich zum Vorjahr nochmals um weitere 5% zu. Schweizweit wurden 46'779 neue Unternehmen im Handelsregister eingetragen. Davon alleine 816 aus der Holz- und Möbelindustrie. Das sind 194 Betriebe bzw. 31,3% mehr als im 2019. (mw)