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Hingucker

Fake-Zinken

Zuerst sauber verleimen, dann die Schwalbenschwänze einfräsen. So funktioniert das Grundprinzip dieser speziellen offenen Zinkenverbindung. Und schon ist klar, dass es grosse Unterschiede gibt zur herkömmlichen Methode. Gemeinsam ist beiden Varianten hingegen ihre dekorative Wirkung sowie die formschlüssige Verbindung.

 

 

Das Video zeigt die spezielle Zinkenverbindung anhand der Herstellung eines Holzkoffers. Dabei werden zuerst alle sechs auf Gehrung geschnittenen Teile mit Klebebändern zu einer geschlossenen Kiste verleimt. Erst dann kommt die eigentliche Verbindung ins Spiel: Die Oberfräse mit Schwalbenschwanzfräser wird im 45-Grad-Winkel über die Kante geführt. Dazu ist eine selber hergestellte Lehre erforderlich.

 

Gleichmässige Abstände zwischen den einzelnen Fräsungen lassen sich mit einem einfachen Stecksystem erreichen. In jede Ausfräsung wird anschliessend ein passendes Schwalbenschwanzstück eingeleimt. Verwendet man dazu eine Holzart, die sich farblich unterscheidet, wirkt es noch zusätzlich dekorativ.

 

Eine gewisse Gefahr besteht darin, dass die Schwalbenschwanzstücke beim Einschlagen den ganzen Leim weggestossen. Solange sie aber nicht herausfallen, ist die Stabilität kaum gefährdet. Überall dort, wo an der Gehrungsverbindung Längsholz an Längsholz verleimt wurde, haben die Schwalbenschwänze sowieso primär dekorative Wirkung. (hw)