Kippsäge statt CNC
Er kommt mit Kippsäge, Ständerbohrmaschine, Oberfräse und etwas Handwerkzeug aus: Zum Herstellen eines Holzgewindes mit passender Mutter zeigt der Youtuber MA-SH in seinem Video eine besonders raffinierte Variante. Sie funktioniert ganz ohne Drechselbank und CNC-Technologie.
Am Rundstab lässt sich das Gewinde relativ einfach mit der Kippsäge anarbeiten. Man begrenzt dazu die Kippfunktion auf die gewünschte Tiefe. Um die Gewindesteigung festzulegen, dreht man den Stab mit rund 2 Grad schräg gestelltem Blatt mindestens einmal um die eigene Achse. Die so erzeugte Rille dient anschliessend als Grundlage für das ganze Gewinde, indem sie mit einem darin geführten Bolzen kopiert wird.
Für das Innengewinde der Mutter bohrt man in einen Massivholzklotz ein Loch. Sein Durchmesser muss etwas grösser sein als die Stabdicke minus zweimal die Gewindetiefe. Diesen Klotz trennt man anschliessend in einzelne Scheiben auf, deren Dicke minim geringer ist als die Schnittbreite des Gewindes. Weil die Scheiben einen Schnitt aufweisen, lassen sie sich gut über das vorbereitete Gewinde drehen.
Vier rundum angeleimte Leisten halten die dünnen Scheiben in der richtigen Position. Zusammen mit den beidseitig aufgebrachten Deckplatten verleihen sie der Mutter die nötige Stabilität. Sie wird zuletzt in ihre typische sechseckige Form geschnitten und ihre Aussenkanten abgerundet.

