Konkurs von zwei Traditionsfirmen
Zwei Konkurse innert kurzer Zeit erschüttern die Bodenbelagsbranche. Nach der Hans Hassler AG schliesst nun auch die Parkett-Maier AG in Zürich, eine Schwestergesellschaft. Die Hans Hassler AG mit ihren rund 80 Mitarbeitenden betrieb neben dem Hauptsitz in Zug Showrooms in Zürich, Aarau und Kriens LU. Bei Parkett-Maier sind noch einmal knapp 25 Angestellte betroffen.
Harte Konkurrenz
Die Konkurrenz im Geschäft mit Bodenbelägen wie Parkett, Laminat, Vinyl und Teppich ist hart: Gegenüber dem «Blick» begründete Inhaber Urs Steinegger den Konkurs mit tiefen Margen, intensivem Wettbewerb und weiteren Faktoren. Die Löhne hätten bis anhin immer pünktlich bezahlt werden können. Zwar sei die Auftragslage gut, doch man sei nicht länger in der Lage gewesen, diese zu finanzieren.
Entsteht eine neue Firma?
Nun wollen frühere Angestellte einen Teil der Arbeitsplätze retten. Gemäss «Blick» haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter innert kurzer Zeit mehr als eine Million Franken gesammelt, um eine neue Firma aufzubauen. Im Zentrum steht das Team am bisherigen Zuger Hauptsitz, wo rund 40 Stellen betroffen sind. Ob aus dem Rettungsplan eine tragfähige neue Firma entsteht, ist noch offen. Ein möglicher neuer Standort wäre Cham ZG.
Detailgeschäft und Grosshandel
Ursprünglich befand sich die Hans Hassler AG in Aarau. Neben dem Detailgeschäft betrieb die Familie auch Grosshandel mit der Decorado AG in Buchs. Aus ihr entstand später die Licorado AG, die wiederum in der heutigen Jordan Suisse AG aufging. Urs Steinegger kaufte 2001 die Hans Hassler AG und kurz darauf die Parkett-Maier AG in Zürich. Sitz der neuen Unternehmensgruppe wurde Zug, dazu kamen die drei weiteren Standorte.

