Leute bleiben am Boden
Fenster- und Fassadenreinigung an grossen Gebäuden erfordert oft Gerüste, Hubsteiger oder Industriekletterer. Diese aufwändige, oft gefährliche Tätigkeit soll nun durch moderne Technologie ersetzt werden. Das Berliner Start-up-Unternehmen «skyXwash» hat eine Drohnenlösung für die professionelle Gebäudereinigung entwickelt. Die neue Technologie soll in mehreren Ländern eingesetzt werden, darunter die Schweiz.
Das System basiert auf einer leistungsfähigen Reinigungsdrohne mit professioneller Sprüh- und Reinigungseinheit. Individuell angepasst an Objekt und Oberfläche, können Fassaden, Glasflächen, Dächer oder Solaranlagen gereinigt werden. Für besonders hartnäckigen Schmutz kann das System mit bis zu 200 bar arbeiten. Optional lässt sich eine Nano-Versiegelung aufbringen, etwa um bei Solaranlagen die Leistungsfähigkeit zu unterstützen.
Gemäss den Initianten ist «skyXwash» sehr effizient. Die drohnengestützte Reinigung könne im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren bis zu 60 Prozent der Gesamtkosten einsparen. Die Technologie sei zudem bis zu dreimal schneller einsetzbar, da Rüstzeiten deutlich geringer ausfallen. Es kommen keine chemischen Reinigungsmittel zum Einsatz, nur reines Osmosewasser, was aus ökologischer Sicht ein Vorteil ist.
«Unser Ziel ist nicht, Menschen zu ersetzen», sagen die «skyXwash»-Verantwortlichen. «Wir wollen Gebäudereinigung sicherer, intelligenter und effizienter machen. Aus körperlich riskanten Tätigkeiten in grosser Höhe entstehen neue qualifizierte Berufsbilder – etwa für Drohnenpiloten, technische Operatoren und digitale Einsatzmanager.»

