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Fach-Info

Mehr Holz aus Schweizer Wäldern

 

Wie im Vorjahr wurde auch 2014 mehr Schweizer Holz genutzt. Dies geht aus der Forststatistik der Bundesämter für Umwelt BAFU und für Statistik BFS hervor. Der Anstieg betrug rund 135 000 m3 oder +3% (total 4,91 Millionen m3). Grund dafür ist hauptsächlich die gestiegene Nachfrage nach dem mengen- und ertragsmässig wichtigsten Sortiment, dem Stammholz (+106 000 m3 bzw. +4%).

 

Die Zunahme spiegelt sich auch bei den Schweizer Sägereien wider, wo mehr Holz eingeschnitten wurde (+7%). Der Laubholzanteil nahm zwar um 19% zu, bleibt aber bezüglich der Gesamternte weiterhin gering. Um das Potential für Laubholz auszuschöpfen, sind noch schwierige technische und ökonomische Herausforderungen zu meistern.

 

Der leichte Aufschwung von 2013 und 2014 wird 2015 wegen der Aufhebung der Euro-Kursuntergrenze von Mitte Januar gestoppt. Aufgrund der günstigeren Importe und dem gleichzeitig deutlich schwierigeren Export sind die Holzpreise in der Schweiz um 15% gesunken. Um die Nachfrage anzukurbeln, will die Wald- und Holzwirtschaft potentielle Käufer für Holz aus dem Schweizer Wald sensibilisieren.

 

Das Gesamtergebnis der Schweizer Forstbetriebe hat sich 2014 mit einer Unterdeckung von rund  50 Mio. Franken wieder verschlechtert. Leicht höheren Holzerlösen standen höhere Kosten in der Holzernte und tiefere Erlöse bei der Produktion von Sachgütern, wie z.B. Stückholz und Hackschnitzel gegenüber. Für die Schweizer Waldbesitzer resultierte 2014 bei der Holzernte ein Verlust von durchschnittlich Fr. 8.- pro Kubikmeter Holz.