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Fach-Info

Mehr Holz oder mehr Kunststoff?

Mit flüssigen Harzen und Farben veredelt das dänische Unternehmen Raffir verschiedenste Hölzer. Selbst weiche Holzarten wie zum Beispiel Pappel werden durch diese Stabilisierung so widerstandsfähig, dass man daraus hoch beanspruchte Messer- und Möbelgriffe herstellen kann. Doch nicht nur die technischen Eigenschaften beeindrucken, sondern auch die optischen.

 


Beim Stabilisieren werden die Hölzer vollständig mit einem speziell entwickelten Acrylharz getränkt. Das eingesetzte Vakuum-Druckverfahren saugt Luft aus den Holzporen und presst zugleich den Kunststoff ins Material. Angewendet wird das Verfahren bei Platane, Birke, Buche und Pappel, oft auch für Wurzel- oder Maserhölzer.

 

Der Stabilisierungsprozess verstärkt den optischen Kontrast der Holzmaserung und schafft zusätzliche Tiefenwirkung. Dieser Effekt kommt nach dem Polieren besonders deutlich zum Vorschein. Die Harzverbindung bringt auch deutliche mechanische Vorteile, zudem eine gute Wasserbeständigkeit sowie ein geringes Quell- und Schwindverhalten. Aufgrund der gefüllten Poren ist das Holz abwaschbar und hygienisch.

 

Haarrisse, kleine Äste und offen wirkende Maserungen können mit Sekundenkleber zusätzlich stabilisiert werden. Bearbeiten lässt sich stabilisiertes Holz mit herkömmlichen Werkzeugen. Sein Gewicht und die Materialdichte entsprechen tropischen Harthölzern. Die Verarbeitung ist gesundheitlich unbedenklich, allerdings sollte man eine Staubmaske sowie eine Schutzbrille tragen. (hw)