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Fach-Info

Schreiner durch und durch

Richard Murer hat vor 50 Jahren den richtigen Beruf und den richtigen Arbeitgeber gewählt. 
Sein Fachwissen gibt der erfahrene Fachmann gerne an die junge Generation weiter.  

Bei Richard Murer ist die Begeisterung für sein Handwerk spürbar. «Der Schreinerberuf ist für mich der schönste Beruf. Ich arbeite mit Naturprodukten und kann mit meinen Händen Schönes schaffen und damit Freude bereiten», antwortet der gelernte Schreiner und heutige Produktionsleiter auf die Frage, was ihn 50 Jahre im Beruf hielt. Und das vom ersten Tag seiner Lehre bis zu seiner Pensionierung am 30. September 2020 im gleichen Betrieb: Der Käslin Innenausbau AG in Steinhausen (ZG).

 

Richard Murer bezeichnet sich als «integrierten Produktionsleiter». Er arbeitet zu 50% praktisch mit. Dieser Praxisbezug ist ihm wichtig. Er kennt jeden Arbeitsschritt – in der Produktion und auf der Montage. «Wenn einer was wissen muss, er wisse alles», sagt der Vollblutschreiner.

 

Seit seinem Lehrbeginn am 1. April 1970 hat sich die Branche stark verändert. «Will man am Ball bleiben, muss man sich den Neuerungen stellen und mit der Zeit gehen», ist Murer überzeugt. Auch wenn ihm die Inbetriebnahme und Bedienung des ersten CNC-Bearbeitungszentrums zuerst Kopfzerbrechen bereitete. Die CNC-Technologie nennt er rückblickend als wertvollste Neuerung in der Branche.

 

Seit 2003 betreut er zusätzlich die Lernenden. Siebzehn konnte er in dieser Zeit bis zum erfolgreichen Abschluss begleiten. «Wir hatten Glück mit unseren Lernenden», meint Murer lachend. Vielleicht lag es aber auch an seiner Art mit Menschen umzugehen. Akzeptanz und trotzdem eine eigene Meinung vertreten, offen aufeinander Zugehen und Zuhören sind ihm wichtig.

Wenn's passt, dann passt's

«Ein Arbeitgeberwechsel stand schon zur Debatte. Ich habe mich auch beworben», erklärt Richard Murer auf die Frage, ob er nie an einen Stellenwechsel gedacht habe. «Die interessanten Arbeiten, die Möglichkeit zur Weiterentwicklung, das sehr gute Arbeitsklima und nicht zuletzt der kurze Arbeitsweg haben mich von einem Wechsel abgehalten. Was ich bis heute nicht bereue».

 

Und nach der Pensionierung? Auf dem Programm stehen Mountainbike-Touren, Reisen, Zeit für seine Partnerin und wenn Not am Manne ist, gerne auch mal einen Einsatz beim ehemaligen Arbeitgeber. Langweilig wird es Richard Murer nicht. (mw)