Staatsanwaltschaft ermittelt
Beim Branchenverband Holzbau Schweiz sorgt ein mutmasslicher Veruntreuungsfall in Millionenhöhe für Schlagzeilen. Nach Angaben des Verbandes beläuft sich der Schaden auf rund 1,6 Millionen Franken, wie «Blick» berichtet. Der Zeitung liegt ein internes Schreiben an die Mitglieder vor. Es macht deutlich, dass die Verantwortlichen von einem «Fall von gravierender Veruntreuung» ausgehen.
Mehrere Jahre lang
Zwischen 2022 und 2025 soll eine ehemalige Mitarbeiterin des Vereins Berufsförderung Holzbau Schweiz Geld abgezweigt haben. Die eigenständige Organisation kümmert sich für die Mitglieder des Dachverbands Holzbau Schweiz unter anderem um die Förderung der Aus- und Weiterbildung und unterhält den arbeitgeberseitig finanzierten Bildungsfonds. Inzwischen ist die betreffende Mitarbeiterin nicht mehr für den Verband tätig.
Laufendes Verfahren
Aufgeflogen sind die Unregelmässigkeiten beim Aufarbeiten des Geschäftsjahrs 2025. Die Berufsförderung hat den Fall den Strafverfolgungsbehörden gemeldet Gegenüber «Blick» bestätigt die Zürcher Staatsanwaltschaft ein laufendes Verfahren wegen des Verdachts auf Veruntreuung. Weitere Angaben macht sie mit Verweis auf das Untersuchungsgeheimnis nicht.
Kontrollmechanismen angepasst
Holzbau Schweiz hat nach eigenen Angaben externe Spezialisten beigezogen, um die Buchhaltung der vergangenen Jahre zu überprüfen. Zudem würden die bestehenden Prozesse und Kontrollmechanismen überprüft und angepasst.
Für die beschuldigte ehemalige Mitarbeiterin gilt bis zu einem rechtskräftigen Urteil die Unschuldsvermutung.

