FachInfo

Unterschiedliche Entwicklung

Gute Zahlen im Sanierungsbereich konnten die Einbussen beim Neubau nicht wettmachen. 
In der Schweiz sanken die Herstellererlöse 2025 um 1,0 Prozent auf 934 Millionen Franken. 

Im Schweizer Fenstermarkt geht das Auf und Ab der letzten Jahre weiter. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Herstellererlöse 2025 um 1,0 Prozent auf 934 Millionen Franken. Noch 2024 gab es eine Zunahme von 1,8 Prozent, während 2023 ein Rückgang von 1,0 Prozent resultierte. Dies zeigen die Daten des Wiener Marktforschungsinstituts Branchenradar.com Marktanalyse.

Neubau schwach, Sanierung robust

Verantwortlich für den leichten Rückgang sei das schon seit zwei Jahren auffällig schwache Neubaugeschäft, analysiert Andreas Kreutzer, Geschäftsführer von Branchenradar Marktanalyse. Im Jahresvergleich wurde im Neubau 6,4 Prozent weniger umgesetzt. Dafür wuchs der Sanierungsbereich robust um 2,5 Prozent gegenüber Vorjahr. Umsatzeinbussen gab es bei allen Rahmenmaterialien, mit Ausnahme von Kunststofffenstern.

Österreich: Moderates Wachstum

Gerade umgekehrt verläuft der Fenstermarkt in Österreich. Die Herstellererlöse wuchsen 2025 leicht um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Getragen wurde das Plus vor allem vom Einfamilienhaus-Neubau, während die Sanierung weiter schwächelte. Der Zuwachs im Neubau war nicht nur deutlich grösser als der Verlust in der Sanierung, sondern kompensierte auch die Umsatzrückgänge im Objektgeschäft.

Deutschland: Geringfügig über Vorjahr

Wie in Österreich litt auch in Deutschland der Fenstermarkt bis 2024 unter massiven Einbussen. Entsprechend gilt die Umsatzzunahme von 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr als «geringfügig». Gestützt wurde der Markt von der Sanierung. Im Neubau verlor man noch einmal rund zwei Prozent an Erlösen, allerdings nur noch im Objektbau. Umsatzzuwachs gab es bei allen Rahmenmaterialien, mit Ausnahme von Aluminiumfenstern.