Welche Änderungen stehen an?
Bild: VSSM
Die beiden neu aufgegleisten Schreinerlehren scheinen auf Kurs zu sein: Die zuständigen Verbände VSSM und FRECEM haben die Bildungsverordnung und den Bildungsplan fertiggestellt und beim Bund zur Prüfung eingereicht. Hier die wichtigsten Punkte zu den neuen Lehren:
Generalisten mit Schwerpunkten
Die Ausbildung zur Schreinerin EFZ oder zum Schreiner EFZ sieht keine Fachrichtungen mehr vor. Das Ziel der Grundbildung ist, Generalisten auszubilden. In der Lehre wird es also keine Spezialisierungen geben, sondern nur leichte Vertiefungen. Es handelt sich dabei um spezifische Arbeitsprozesse, die Schwerpunkte genannt werden. Für die EFZ-Ausbildung sind die Schwerpunkte Planung, Produktion und Montage vorgesehen.
Berufsbezeichnung
Unverändert bleiben die beiden Berufsbezeichnungen «Schreinerpraktiker:in EBA» und «Schreiner:in EFZ». Nur in der Romandie braucht es eine Anpassung. Da es in Zukunft keine Fachrichtungen mehr geben wird, ist dieser Zusatz in den Fähigkeitszeugnissen nicht mehr aufgeführt.
Qualifikationsverfahren
Am Ende der Lehre wird es im Qualifikationsverfahren weiterhin eine praktische Arbeit geben. Neu wird sie bei den Schreiner:innen EFZ in Form einer vorgegebenen praktischen Arbeit (VPA) durchgeführt. Wie diese genau aussehen soll und ob eine Individualisierung möglich und sinnvoll ist, wird derzeit entwickelt.
Berufsfachschule und üK
Die Berufsfachschule wird weiterhin einmal pro Woche besucht. Auch der Umfang der üK-Tage bleibt mit total 28 Tagen beim EBA und 46 Tagen beim EFZ im bisherigen Rahmen. Während der vierjährigen Lehre wird im 7. Semester ein überbetrieblicher Kurs durchgeführt mit Fokus auf dem gewählten Schwerpunkt.
Umsetzungsarbeiten haben begonnen
Die Lehrpläne für die Berufsfachschule, die überbetrieblichen Kurse und den Lehrbetrieb werden derzeit in Arbeitsgruppen erarbeitet. In den nächsten Wochen beginnt die Entwicklung der praktischen Arbeit im Qualifikationsverfahren.
Die neuen Ausbildungen Schreiner:in EFZ und Schreinerpraktiker:in EBA sollen im Sommer 2028 starten.

