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Fach-Info

Die Swissbau am Scheideweg

 

Nach wie vor ist die Swissbau die wichtigste Baumesse der Schweiz. Allerdings ist sie – wie viele andere Messen auch – im Rückwärtsgang, wie die Schlussbilanz der Veranstalter zeigt. Sowohl bei den Ausstellern als auch bei den Besuchern und der belegten Fläche mussten Einbussen in Kauf genommen werden. Eine solche Entwicklung zeichnete sich schon seit 2016 ab.

 

Im Bereich der Küchen fehlten einige grosse und langjährige Aussteller besonders offensichtlich. Electrolux, Blum und Veriset sind nur drei der bekannten Namen, welche man vergeblich suchte. Und ausser der Stöcklin Möbel AG zählten alle Schweizer Küchenhersteller zu den Abwesenden. So blieb von der «grössten Küchenaustellung der Schweiz» wie sie die Veranstalter noch vor vier Jahren anpriesen, nicht mehr viel übrig. 

 

Seit 2018 gab es über alle Bereiche gesehen 14% weniger Aussteller (von 1046 auf 902). Vergleicht man mit 2016, beläuft sich der Rückgang sogar auf 20%. Etwas weniger schlimm ist die Entwicklung bei den Besuchern: Die 92 269 an der diesjährigen Swissbau ergeben ein Minus von 6% gegenüber 2018. Weil gleichzeitig die Ausstellungsfläche von 130 000 auf 110 000 m2 sank, wirkten die Hallen gut besucht, was sich positiv auf die Stimmung auswirkte.

 

Über Gründe der Rückgänge kann man spekulieren. Weil es kaum an schlechter Konsumentenstimmung oder einer Konjunkturflaute liegt, sind die Veranstalter stark gefordert. Nur wenn es ihnen gelingt, die wichtigen Aussteller wieder ins Boot zu holen beziehungsweise zu halten, bleibt die Swissbau für Besucher attraktiv. Egal, ob es sich um Fachleute oder um Endverbraucher handelt.

Eine erste Massnahme ist bereits angekündigt: Die nächste Messe in zwei Jahren wird nur noch vier Tage dauern, der Samstag fällt weg.

 

Für die gesamte Schweizer Baubranche wäre es ein herber Verlust, wenn die Swissbau den Turnaround nicht mehr schaffen sollte.