Hingucker

Dominoeffekt

 

Einmal angestossen, öffnet diese spezielle Möbelfront in einer Wellenbewegung. Ähnlich einem Dominoeffekt nimmt eine Leiste die nächste mit. Je nach Konstruktion des Möbels schwenken die Lamellen nach oben oder nach unten. In beiden Fällen stössst man die Front in ihrer Mitte an. Es handelt sich um eine sanfte, recht langsame Bewegung, die weder beim Öffnen noch beim Schliessen hart aufschlägt.

 

 

Diese «Hasselbacken»-Möbel stammen vom schwedischen Designer Simon Lindberg. Er habe drei Jahre lang an dem Mechanismus experimentiert, sagt er. Entsprechend zurückhaltend zeigt er sich, wenn es um die Details der Bewegung geht. Das Ganze sei sehr sensibel und basiere auf Magnetismus, gibt er preis. Deshalb sei es ein Schlüsselmoment gewesen, als er die Reibung habe reduzieren können.

 

Über die Funktion der Möbel kann man sich streiten. Es ist offensichtlich nicht sehr praktisch, wenn man «schnell» einen Gegenstand hineinstellen oder herausholen will. Denn der Welleneffekt geht immer über die ganze Breite. Ausserdem nehmen die Möbel im Vergleich zu ihrem Stauvolumen in Höhe und Tiefe viel Platz in Anspruch. Und die ungewöhnlichen Fronten sind auch nicht staubdicht, aber in jedem Fall ein Hingucker.