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Fach-Info

Eine Riesenschlange aus Holz

Von aussen erinnert der gewaltige Holzbau an eine Schlange. 
Die komplexe Aussenhaut weist zahlreiche Öffnungen auf. 
Die gewölbte Konstruktion besteht aus 4600 Balken. 
Mit 3D-Technologie konnte man die genaue Form und Positionierung jedes einzelnen Teils definieren. 
Im Innenbereich ist das eingesetzte Holz gut sicht- und spürbar. 

Auf 240 Meter Länge und 35 Meter Breite erstreckt sich die schimmernde, geschwungene Silhouette des neuen Gebäudes. Am höchsten Punkt misst die Fassade 27 Meter. Der komplexe Holzbau, der sich wie eine Schlange über das Areal erstreckt, wurde vom japanischen Stararchitekt Shigeru Ban entworfen. Die Ausführung übernahm das Ostschweizer Holzbau-Unternehmen Blumer Lehmann.

 

Die gewölbte Fassade besteht aus 4600 Balken. Mit Hilfe von 3D-Technologie konnten die Planer die genaue Form und Positionierung jedes einzelnen Teils definieren. Ein ausgeklügeltes Steckprinzip verbindet die Elemente passgenau miteinander. Rund 2000 Kubikmeter Schweizerholz – vor allem Fichte – wurden verbaut.

 

Als besonders komplex erwies sich die Montageplanung. Nachdem entschieden war, wie man die ineinandergreifenden Teile montieren kann, wurde die Montagereihenfolge festgelegt. Das wirkte sich auch auf die Produktion der Trägerelemente aus, denn sie mussten exakt in dieser Reihenfolge produziert und geliefert werden. Nur so konnte man gewährleisten, dass die richtigen Teile zur richtigen Zeit auf der Baustelle waren.

 

Eine grosse Herausforderung bildete die Tatsache, dass die Leitungen für die Haustechnik in die Tragwerksebene zu liegen kamen. Das komplexe Leitungsgeflecht wurde diskret in die Holzgitterschale integriert. 442 individuell gefertigte, gebogene Solarelemente sind nämlich in die Wabenstruktur eingesetzt. Der produzierte Strom entspricht dem Jahresverbrauch von 61 Haushalten.