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Hingucker

Eine Standortfrage

 

Menschliche Augen können täuschen. Hier aber nicht. Denn die Arbeiten von Robert Steng täuschen uns alle, egal, ob wir wollen oder nicht. Weil das scheinbar dreidimensionale Bild schlichtweg stärker ist als das reale und man die dritte Dimension beim besten Willen nicht übersehen kann. 

 

 

Eine entscheidende Rolle spielen hier die Perspektive und der Standort des Betrachters. Für jedes der Werke gibt es einen Idealstandort. Wer sich vom dem wegbewegt und wieder zurückkehrt erkennt, wie der 3D-Effekt verschwindet und auch wieder sichtbar wird.

 

«Ich experimentiere mit dem Material, erzeuge Assoziationen und möchte, dass der Betrachter Dinge wahrnimmt und schön findet, die er sonst nicht weiter beachten würde», erläutert Robert Steng seine Idee. Für die Umsetzung sammelt er durch Sonne und Witterung verfärbtes Holz und ausgediente Möbel, teilweise noch mit Verbindungen. 

 

Diese Einzelteile fügt Robert Steng dann so zusammen, dass die dreidimensionalen Bilder entstehen. Als ausgebildeter Möbelschreiner kennt sich der deutsche Künstler mit Holz aus. Dementsprechend kann er die Wirkung optimieren. Beim genauen Hinschauen erkennt man, dass am gleichen Werk oft mehrere Holzarten vorkommen: Die Hirnholzteile bestehen zum Beispiel aus Hölzern, deren Jahrringe besonders gut erkennbar sind. (hw)