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Fach-Info

Geprägtes Massivholz

Haptisch erlebbare Oberfläche 
Sitzhocker WALTRI mit dem Schotten-Muni von Tom Eisenhut. 
Der WALnuss-Drei (TRI) - Bein - Hocker 
In der Dampfkammer wird das Holz plastifiziert. 
Blick in die Presse mit der Matrize. 

Exakt, fein und detailgetreu. So lässt sich der Kopf vom «Schotten-Muni» beschreiben, der die Sitzfläche vom Hocker «WALTRI» ziert. Das Sujet von Tom Eisenhut ist weder eingefräst noch gelasert, sondern in ein Stück massives Walnuss-Holz eingeprägt. Und das in einer Präzision, die verblüfft. 

 

Möglich macht dies die Druckprägetechnik WMD von Walter Amrhyn in Kombination mit einem Prägewerkzeug, einer lasersublimierten Matrize, von Strasserthun. Verfahrenstechniken, die beim gemeinsam lancierten Sitzhocker erstmalig kombiniert wurden. 

 

 

So kommt der Muni ins Holz

Die runden Rohlinge werden in einer speziellen Dampfkammer befeuchtet und erhitzt. Das verändert kurzfristig die Holz-Zellstruktur - sie wird plastifiziert. Diese Phase wird genutzt, um die Matrize unter hohem Druck ins Holz zu pressen. Die bestehende Holzpatina wird dabei nicht verändert. Auf der Fläche des Sujets wird die Rohdicke mit dem Pressvorgang um 25% verdichtet.

 

Durch das schonende Verfahren werden Übergänge oder Kanten exakt und fein dargestellt, der Faserverlauf des Holzes wird nicht unterbrochen. Motive lassen sich so – wie beim Muni-Kopf – haarfein realisieren. Die Haptik ist im Vergleich zu gefrästen Sujets deutlich feiner.  

 

Laut Amrhyn lässt sich ein Motiv mit dem WMD-Verfahren im Vergleich zur CNC-Fräsung mindestens zehn Mal schneller aufbringen. Preislich interessant wird die aufwändige Technik aber erst bei Serien ab 50 Stück - mit nach oben offener Stückzahl. Die derzeit mögliche Grösse von max. 50 x 50 cm bietet sich an für Sitzflächen oder Küchenutensilien wie Schneidbretter, Kaffeeuntersetzer oder auch Messergriffe. Geprägt werden kann Massivholz oder auch verleimtes Holz.

Von Weinfässern inspiriert

Walter Amrhyn, Walter’s Wood-Idea in Pleinge JU, hat das Verfahren in langjähriger Arbeit eigens entwickelt. Der gelernte Zimmermann und Fasstischmacher entdeckte beim Geradebiegen krummer Eichendauben, dass sich Holz nicht nur verbiegen lässt, sondern durch Druckdämpfung auch fähig wird, dreidimensionale Strukturen anzunehmen. 

 

Das Design von «WALTRI» stammt von Strasserthun, die den Hocker nach der Prägung auch fertig zusammenbauen und den Vertrieb dafür übernehmen. (mw)