Hingucker

Dreidimensional

 

Dieses dampfgebogene Treppengeländer hat es in sich: Seine in die Bodenleiste eingestemmten «Staketen» verlaufen zuerst senkrecht nach oben, biegen dann in einen 90-Grad-Bogen ab und vereinen sich dann mit ihren Nachbarn zum verleimten Handlauf. Dieser windet sich durchgehend auf der Innenseite der gewendelten Treppe ins untere Geschoss.

 

 

Bei der Konstruktion handelt es sich eher um eine Holzskulptur, die nebenbei auch noch einen Handlauf bietet und die Absturzsicherung übernimmt. Entworfen wurde sie vom britischen Künstler Charlie Whinney. Er hat dafür die alte Technik des Dampfbiegens weiterentwickelt und für seine Anwendungen optimiert. Weil es hier sehr viele Teile mit unterschiedlichen Biegungen gibt, war die Umsetzung besonders aufwändig.

 

Das spezielle Treppengeländer befindet sich in einem luxuriösen Maisonette-Apartment der Mandarin Oriental Residences in London. Auf einer Fläche von 253 Quadratmeter gibt es erstklassige Innenausstattungen mit exklusiven Details, zwei geräumige Schlafzimmer sowie zwei elegante Badezimmer. Kostenpunkt: 17,7 Millionen Pfund (ca. 19 Millionen Franken). Den Bewohnern stehen auch ein privates Spa und ein Innenpool zur Verfügung.

 

Im gleichen Gebäudekomplex befindet sich das Restaurant Aira. Dort hat Charlie Whinney ebenfalls aus dampfgebogenem Holz die Wandskulptur «Vortex» geschaffen: