Holz aus dem 3D-Drucker

Ob es sich bei diesen Teilen um Holz oder Kunststoff handelt ist nicht auf Anhieb klar. Mindestens wenn man den grünlichen Farbton nicht beachtet. Fachleuten der University of Columbia ist es mit Hilfe eines speziellen 3D-Druckverfahrens gelungen, ein Material zu produzieren, das Holz sehr ähnlich sieht. Und zwar durch und durch.

 

Als Vorlage für die Maserung diente Olivenholz. Beim angewendeten Voxeldruck werden die inneren Strukturen eines Materials nachgebildet. Dazu schneidet man die Vorlage in mikrometerdünne Scheiben und nimmt von jedem Schnitt digitale Bilder auf. Der resultierende Stapel von 230 Bildern wurde anschliessend mit einer Fotobearbeitungssoftware nachbearbeitet.

 

Der 3D-Drucker druckte dann nacheinander Schichten, die dem Bildstapel entsprechen. Zum Testen, ob das Verfahren funktioniert, wurden dann die fertig gedruckten Blöcke zerbrochen. An den Bruchstellen ist deutlich eine komplizierte Holzmaserung zu erkennen. So ist es offensichtlich, dass der Druckprozess die gesamte innere Textur und Farbe des ursprünglichen Holzstücks reproduzieren kann.

 

Allerdings lässt sich derzeit weder die Haptik von Holz nachbilden noch seine vielfältigen Farben. Davon ist man offenbar noch weit entfernt. Dennoch hat die Technologie laut den Forschern Potenzial. Digitales Holz könnte etwa für die Möbelindustrie interessant werden und in diesem Bereich neuartige Designs ermöglichen.

 

 

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