Alles aus einer Platte
Jede der hier produzierten Fronten bestehen aus einer Platte und vier Leisten. Üblicherweise stellt man in einem Arbeitsschritt die flächigen Teile her und in einem anderen die Leisten. Schliesslich handelt es sich im ersten Fall um Platten-, im zweiten um Stabbearbeitung. Diese beiden an sich unterschiedlichen Arbeitsschritte kann man in einem zusammenfassen, wenn alles aus dem gleichen Material besteht.
Mit dieser Vorgehensweise lassen sich mehrere Arbeitsgänge einsparen, wie zum Beispiel das Zuschneiden der Streifen. Weiter entfällt das Sortieren, also das Zuweisen der richtigen Leisten zur entsprechenden Platte. Vor allem bei Serien mit ähnlichen Grössen ist das ein wichtiges Thema. Und mit einer einzigen Aufspannung gleich fünf Teile zu bearbeiten, ist sicher eine gute Sache. Zumal das Spannen der kleinen Teile so auch gelöst ist.
Die gezeigten Beispiele werden auf einfachen CNC-Bearbeitungszentren mit Rastertisch gefräst. Auf ihm liegt eine luftdurchlässige Verschleissplatte. Durch sie hindurch werden die Werkstücke angesaugt. Sowohl Gehrungsbearbeitung als auch Längsfräsungen der schmalen Teile erfolgen an der ganzen Platte, erst ganz zum Schluss werden sie abgetrennt.
Beide Beispiele im Video funktionieren mit Kantenbändern. Sie lassen sich an der grösseren Platte einfacher anleimen als an schmalen Streifen. Sonst basieren die zwei Varianten auf unterschiedlichen Ideen: Bei der ersten werden die Leisten zum Einstecken um 180 Grad gedreht. Die zweite Variante mit den Schrägkanten wird an den Ecken mit einem 45-Grad-Werkzeug gefräst. Dadurch kippt man die Leisten nur um 90 Grad.

