Büchsen entsorgen?
Die mächtigen Konservendosen prägten das Bühnenbild des Freilichttheaters auf dem Staufberg.





Die vermutlich weltweit grössten Konservendosen prägten das Bühnenbild des Theaters «Hero, Geschichten mit Herz 2026». Normalerweise bestehen solche Büchsen aus Metall. Doch in diesem Fall wäre das viel zu teuer geworden. Denn die 210 cm hohen Zylinder mit Durchmesser von 140 cm mussten sich auch noch drehen und öffnen lassen. Da lag eine Holzkonstruktion nahe, vor allem weil der Theater-Produktionsleiter Schreinermeister ist.
Meisterstücke aus Holz
Markus Moser übernahm die Herausforderung, mit seiner Firma, der Moser Küchen-Schreinerei AG in Staufen, die riesigen Dosen herzustellen. Das Team spannte dünne MDF-Platten in eine Form. Anschliessend wurden die so vorgebogenen Lamellen Schicht für Schicht um eine Form geleimt. In rund 800 Arbeitsstunden entstanden so mehrere Elemente, die nach dem Schleifen dank einer Lasur ihr metallisches Aussehen erhielten.
Entsorgung droht
Inzwischen wurden die Theaterkulissen abgebaut. Den viel bewunderten Dosen droht jetzt die Entsorgung. Für ihre Weiterverwendung gab es gemäss Markus Moser zwar einige Anfragen, unter anderem von Schulen. Doch weil die MDF-Konstruktionen nicht wasserfest sind, kommen nur Standorte in wettergeschützten Bereichen in Frage. Interessierte können sich über die Website des Theatervereins melden.
Erfolg mit der Hero
Das Freilichttheater «Hero, Geschichten mit Herz 2026» wurde auf dem Staufberg in der Nähe von Lenzburg gespielt. Alle 19 Vorstellungen waren ausverkauft, was mit 8500 Zuschauern einen neuen Besucherrekord ergab. Erzählt wurde die Firmengeschichte der Hero, der es 1886 in Lenzburg gelang die erste Dose mit Gemüse herzustellen.

