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Fach-Info

Richtig gewickelt?

 

Mit einer speziell dafür konzipierten, riesige Maschine werden die einzelnen Elemente der Häuser tatsächlich gewickelt. Insgesamt 24 Karton-Schichten werden dabei um die Hausform aus Stahl gelegt und mit einem Holzkleber aufeinander fixiert. Nach den ersten zwölf Schichten kommt aus statischen Gründen eine zusätzliche Schicht Sperrholz in die Wand, damit die Wellpappe nicht zerdrückt wird.

 

 

Auf das Holz folgen dann weitere zwölf Kartonschichten und schliesslich eine atmungsaktive, wasserresistente Kunststofffolie, die das «Wikkelhouse» vor Regen und Feuchtigkeit schützt. Damit diese Folie nicht unter dem Sonnenlicht leidet, umgibt eine thermisch behandelte Fassade aus Kiefernholz das Haus. Auch die Innenwände werden mit Holz verkleidet. Die Hausgrösse lässt sich durch die Anzahl aneinander gereihter Elemente wählen.

 

Ein wesentlicher Vorteil des Verfahrens ist seine Geschwindigkeit. Pro Element dauert das Wickeln nur etwa 40 Minuten. Und auch der Aufbau am vorgesehenen Standort ist innerhalb eines Tages erledigt. Die Hausteile werden auf einer Art Grundrahmen verschraubt. Ein richtiges Fundament ist nicht nötig, da das Gewicht eines «Wikkelhouses» sehr gering ist. Ein Element wiegt nur rund 500 kg.

 

Gemäss den Herstellern ist die Karton-Methode bis zu drei Mal nachhaltiger als ein traditioneller Hausbau. Bei der Herstellung eines «Wikkelhouse» kommt deshalb auch nicht Recyclingkarton zum Einsatz, sondern nach FSC-zertifizierter Frischfaser-Wellkarton. Dieser stammt aus nachwachsenden Forstbeständen und ist zu 100% biologisch abbaubar bzw. kompostierbar.

Bis heute konnten bereits über 60 «Wikkelhouses» realisiert werden, die Auftragsbücher sind weiterhin gut gefüllt.