Hingucker

Riesen-Puzzle

 

Jedes Kind kennt ihre auffällige Form. Doch diese Puzzleteile sind aussergewöhnlich hoch. Sie sollen schliesslich auch als Hocker dienen. Oder zusammengefügt als flexible Bänke. Ihre Sitzfläche ist aus Massivholz ausgeführt, die Körper selber offensichtlich aus MDF. Doch wie stellt man so etwas mit vernünftigem Aufwand her?

 

 

Fachleute, die an den Aussenflächen MDF erkennen, empfinden die Elemente auf Anhieb als schwer. Sie sind es aber nicht, da sie als Hohlkonstruktion ausgeführt sind. Neben der Aussenkontur wird auf einem Bearbeitungszentrum auch der innere Teil jeder Platte herausgefräst. Der Materialbedarf bleibt jedoch hoch: Die im Innern ausgefrästen Teile lassen sich wegen ihrer ungewöhnlichen Form und geringen Grösse kaum mehr nutzen.

 

Die ausgefrästen Schichten werden aufeinander geleimt. Dabei helfen Dübel das Richten zu vereinfachen. Bereits auf dem Bearbeitungszentrum werden die dazu erforderlichen Löcher gebohrt. Denn je präziser das Verleimen, desto weniger Schleifarbeit ist nötig. Sie ist nicht zu unterschätzen, weil es viele schlecht zugängliche Stellen gibt.

 

Im Gegensatz zu einem echten Puzzle sind die Formen hier so ausgebildet, dass sich jedes Teil mit jedem anderen zusammenschieben lässt. Das rumänische Unternehmen Lemnarim, das die Elemente herstellt, will so die Flexibilität nicht unnötig einschränken. Auf Wunsch werden jedoch auch Rand- oder gar Eckteile produziert.