Hingucker

Roll den Tisch auf!

Marcus Voraa, Tisch «@». 

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, um Tischgrössen zu verändern. Sehr unkonventionell und doch naheliegend ist diese Variante mit dem aufrollbaren Tischblatt. Es erinnert stark an die Rollladen-Technik. Doch statt die im Moment nicht gebrauchte Fläche aufwändig zu verbergen, wird sie hier offen präsentiert, dient als Blickfang.

 

 

Die Grundidee für den aufrollbaren Tisch stammt vom Designer Marcus Voraa. Er nennt sein Modell «@», in Anlehnung an die Rollenform. Die im Video gezeigte Variante hat der norwegische Schreiner Rune Strandenes gebaut. Mangels Plänen stellte er zuerst einen Prototyp aus Fichtenholz her, nicht zuletzt wegen der nicht ganz einfachen Drehmechanik.

 

Doch die Aufrollfunktion ist nicht die einzige Herausforderung, wenn man einen solchen Tisch fertigen will. Denn auch das Untergestell muss sich ausziehen lassen. Folglich braucht es verschiebbare Beine sowie stabile Zargen als Auflage des «Blattes». Da dessen relativ dünnen Lättchen lose aufliegen, dürfen sie sich nicht verziehen. Sonst muss man mit Absätzen in der Tischfläche rechnen.

 

Die auffällige Rolle bringt allerdings auch einige Nachteile mit sich. Sie verunmöglicht das stirnseitige Sitzen und nimmt auch sonst viel Platz in Anspruch. Ihr ziemlich hohes Gewicht könnte dazu führen, dass der eingerollte Tisch kippt, wenn die Beine nicht entsprechend konstruiert und platziert sind. Dafür liesse sich der Tisch durch Drehen an der Kurbel sehr schnell abräumen…

 

 

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