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Fach-Info

Stradivaris Geheimnis gelöst

 

Antonio Stradivari baute Geigen, deren Klang seit rund 300 Jahren unterreicht ist. Über die Gründe wird seit Jahrzehnten gerätselt. Ohne konkrete Ergebnisse wurden 2016 zahlreiche Originalgeigen millimetergenau vermessen. Im aktuellsten Projekt haben jetzt Forscher der Universität Taiwan Holzproben von Stradivari-Instrumenten mit chemischen Methoden untersucht. Die Ergebnisse verglichen sie mit Holzproben moderner Violinen.

 

Dabei stellten die Fachleute fest, dass das Holz der Stradivaris mit einer mineralischen Lösung getränkt worden sein muss, die Aluminium, Kupfer und weitere Metalle enthielt. Diese Art der chemischen Vorbehandlung war späteren Generationen von Geigenbauern unbekannt.

 

Aber die Stradivari-Instrumente zeichnen sich auch durch ihr Alter aus, das Spuren im Holz hinterlassen hat. So ist im Laufe der Jahrhunderte rund ein Drittel der Hemizellulose im Geigenholz zerfallen und das Lignin teilweise oxidiert. Die Zellulose dagegen blieb intakt und verleiht den Stradivaris bis heute ihre Stabilität.

 

Zudem stellten die Forscher fest, dass sich im Holz der berühmten Geigen die Bindung zwischen Zellulose und Lignin gelockert haben. Sie führen dieses Phänomen auf die Vibrationen zurück, die durch jahrhundertelanges Musizieren entstanden.

 

Durch eine Kombination der erwähnten Effekte (mineralische Vorbehandlung, Alterung und Vibrationen) hat das Holz der Stradivari-Geigen heute andere chemische Eigenschaften als das moderner Instrumente, so das Fazit der Forscher. Weitere Untersuchungen sollen jetzt wertvolle Informationen für den modernen Geigen- und Instrumentenbau liefern.

 

 

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