Gratleiste plus
Riegel und Gratleisten sind aus Esche, die Achsen lagern in eingeleimten Buchenscheiben.


Die Beine dieses Massivholztisches sind fix mit den Gratleisten verbunden. Und doch lassen sich Blatt und Unterkonstruktion problemlos innert Sekunden ohne Werkzeug trennen, was den Transport deutlich vereinfacht. Möglich macht das ein Holzbeschlag, der klassische Gratleistentechnik mit einem cleveren Verriegelungsmechanismus kombiniert.
Die Konstruktion nutzt bewährte Prinzipien auf überraschend einfache Weise: Die kräftigen Traversen mit den Tischbeinen sind einseitig als Gratleiste ausgeführt. Sie werden in die eingefräste Nut eingelegt und von der Gegenseite durch zwei exzentrisch gelagerte drehbare Riegel gegen die Keilnutschräge gedrückt. Weil die beiden Riegel in einen Schlitz in der Traverse greifen, verhindern sie gleichzeitig deren Abkippen.
Obwohl es sich um einen geölten Tannentisch handelt, wurden Verschlussriegel und Gratleisten aus robustem Eschenholz hergestellt. Eingeleimte Buchenscheiben sorgen für einen sicheren und verschleissarmen Sitz der Drehachsen. Sie sind übrigens die den einzigen Metallteile der Konstruktion.
Entwickelt wurde die interessante Verbindung vom deutschen Schreinermeister Florian Pfenning. Ihm war es wichtig, die Technik möglichst unauffällig in die Konstruktion zu integrieren. Entstanden ist die Idee auf der Suche nach einer Lösung die einfach funktioniert und gleichzeitig den Anforderungen eines hochwertigen Massivholztisches gerecht wird.

