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Fach-Info

Handwerk und High-Tech kombiniert

 

Der «Steampunk»-Pavillon ist aus dampfgebogenem Laubholz hergestellt. Doch wie bringt man die fast unendlich vielen Latten in die richtige Form? In diesem Fall war die Lösung eine Kombination von traditionellem Handwerk und digitalem Modell. Man projizierte ein digitales Modell der Konstruktion, das den Handwerkern als dreidimensionale «Vorlage» diente. 

 

 

Dazu kam Hololens zum Einsatz: Die AR-Brille projizierte mittels Fologram 3D-Modelle jeder einzelnen Latte und metallenen Elemente in Originalgrösse in den Raum, so dass die Handwerker wussten, wie das Holz gebogen werden muss. Stimmte die Form des Bauteils eins zu eins mit dem digitalen 3D-Modell überein, konnte es an der richtigen Stelle in den Pavillon eingesetzt werden. 

 

Gemäss den Entwicklern gleicht diese Herstellungsmethode eher dem Flechten als dem herkömmlichen Bauen. Die eingesetzten gebogenen Elemente wurden dann wiederum digitalisiert und in das Modell zurückgespeist. Auf diese Weise liessen sich entstandene Ungenauigkeiten später ebenfalls anhand eines AR-Hologramms korrigieren.

 

Der futuristisch anmutende Pavillon ist derzeit in Tallinn, Estland, zu bestaunen. Die Installation wurde im Zuge der 5. Biennale für Architektur vor Ort erbaut. Verantwortlich für das wundersame Bauwerk ist ein Designerteam bestehend aus Gwyllim Jahn und Cameron Newnham von FologramSoomeen Hahm Design und Igor Pantic, die mit Format Engineers zusammenarbeiteten.